ERP-Adoption erfolgreich gestalten

Prosci

9 Minuten

Enterprise-Resource-Planning-Systeme, kurz ERP-Systeme, bilden das Rückgrat großer Organisationen. Sie steuern komplexe Prozesse über zentrale Unternehmensbereiche hinweg – von Finanzen bis zum Supply Chain Management.

Da Unternehmen erheblich in diese Plattformen investieren, um in einem dynamischen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es entscheidend zu messen, ob Mitarbeitende die Systeme tatsächlich wie vorgesehen annehmen und nutzen. Nur so lässt sich der Erfolg realistisch bewerten, der Aufwand rechtfertigen und langfristiges Unternehmenswachstum unterstützen.

In diesem Leitfaden zeigen wir, was Adoptionsraten bei ERP-Systemen aussagen, welche Herausforderungen die Einführung mit sich bringt und warum Change Management der entscheidende Hebel ist, um den vollen Wert deiner Investition zu realisieren und die angestrebten Geschäftsergebnisse zu erreichen.


Was ist die ERP-Adoptionsrate? 

Die ERP-Adoptionsrate misst, in welchem Maß Mitarbeitende ein ERP-System im Arbeitsalltag dauerhaft und korrekt nutzen. Sie geht damit deutlich über einfache Kennzahlen wie Login-Daten oder absolvierte Schulungen hinaus. Stattdessen zeigt sie, ob Anwender standardisierte Prozesse tatsächlich einhalten, korrekte Daten erfassen und das System als Grundlage für Ausführung und Entscheidungen nutzen. Im Kern macht die ERP-Adoptionsrate sichtbar, ob sich Verhaltensweisen wirklich verändert haben – also ob Menschen alte Gewohnheiten hinter sich lassen und auf neue, systemgestützte Arbeitsweisen umsteigen, die skalierbares Wachstum und nachhaltigen Erfolg ermöglichen. 

Aktuelle Kennzahlen und Methoden zur Messung der ERP-Adoptionsrate 

 So sehen ERP-Adoptionsraten im aktuellen Marktumfeld aus: Ein Blick auf die wichtigsten ERP-Kennzahlen. 

 Welche Faktoren beeinflussen die ERP-Adoptionsrate? 

 Kennzahlen zur ERP-Adoption hängen stark davon ab, wie Adoption in verschiedenen Projekten definiert, gemessen und ausgewertet wird. Auch der Umfang des Rollouts – also ob die Einführung unternehmensweit oder schrittweise erfolgt –, die Komplexität der Branche, regulatorische Anforderungen, die Unternehmensgröße und der Reifegrad im Umgang mit Veränderung wirken sich auf die ausgewiesenen Adoptionsraten aus. Hinzu kommt, dass die ERP-Landschaft viele branchenspezifische Lösungen umfasst, was die Unterschiede zwischen einzelnen Industrien zusätzlich verstärkt. 

 Prognosen zur globalen ERP-Adoptionsrate 

Laut Gartner ist die weltweite ERP-Adoption weiterhin vergleichsweise niedrig, und viele ERP-Initiativen bleiben hinter den Erwartungen zurück. Gartner prognostiziert, dass bis 2027 mehr als 70 % der neu implementierten ERP-Initiativen ihre ursprünglichen Business-Case-Ziele nicht vollständig erreichen werden. Das deutet auf geringe Erfolgsquoten hin und wirft die Frage auf, ob die hohen Investitionen in ERP-Systeme tatsächlich den gewünschten Mehrwert liefern. Die globale ERP-Adoptionsrate dürfte damit insgesamt eher niedrig bleiben – allerdings muss das nicht so sein. 

 Häufig genutzte Kennzahlen und Definitionen zur ERP-Adoption 

In der ERP-Forschung von Prosci gehören Kennzahlen zur Nutzerakzeptanz zu den am häufigsten verfolgten Erfolgsindikatoren bei ERP-Implementierungen. Zu den typischen Zielgrößen und Messansätzen, an denen sich Unternehmen orientieren, zählen zum Beispiel:

• Zielwert von mindestens 90 % Nutzerbeteiligung innerhalb von 30 Tagen nach dem Go-Live

• Zielwert von 95 % oder mehr aktiven Nutzerinnen und Nutzern innerhalb von 30 Tagen nach dem Go-Live

• Messung einer Adoptionsrate von 90 % innerhalb von drei Monaten, basierend auf Logins und tatsächlicher Nutzung

• Verfolgung der Adoption nach Modulen oder Funktionen, besonders sinnvoll, wenn verschiedene Bereiche oder Branchen unterschiedliche Module unterschiedlich intensiv nutzen


 Kennzahlen zur ERP-Adoptionsrate 

Innerhalb der übergreifenden ERP-Adoption gibt es verschiedene Kennzahlen, mit denen sich Nutzung und Akzeptanz systematisch messen lassen. Dazu gehören unter anderem:

• Aktive Nutzerquote – der Anteil der Nutzerinnen und Nutzer, die innerhalb eines definierten Zeitraums regelmäßig mit dem ERP-System arbeiten

• Login-Häufigkeit und Nutzungsmuster – wie oft und wie konsistent sich Nutzer im ERP-System anmelden und es im Arbeitsalltag verwenden

• Adoptionsgeschwindigkeit – wie schnell Anwender vom alten System oder bisherigen Prozessen auf das neue ERP-System umsteigen und dessen Funktionen dauerhaft und wirksam nutzen

• Abschlussquote bei Schulungen – der Anteil der Nutzerinnen und Nutzer, die die erforderlichen ERP-Schulungen in den jeweiligen Phasen der Implementierung erfolgreich absolvieren

• Kompetenzniveau der Nutzer – ein Maß dafür, wie sicher und effektiv Anwender kritische, rollenspezifische Aufgaben im ERP-System ohne Unterstützung oder Fehler ausführen können

• Nutzungstiefe je Modul – in welchem Umfang einzelne ERP-Module und ihre Funktionen tatsächlich aktiv genutzt werden, über die reine Basisnutzung hinaus

• Systemnutzungsmuster – Verhaltensmuster, die zeigen, wie, wann und wofür Anwender das ERP-System im täglichen Betrieb einsetzen

Um die ERP-Adoptionsrate im eigenen Unternehmen realistisch zu erfassen, reicht in der Regel keine einzelne Kennzahl aus. Entscheidend ist ein Gesamtbild, das zeigt, wie viele der betroffenen Personen das neue ERP-System tatsächlich wie vorgesehen nutzen – auf Basis mehrerer sich ergänzender Messgrößen.

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 Herausforderungen bei der ERP-Adoption 

Die Einführung und nachhaltige Nutzung von ERP-Systemen ist oft mit verschiedenen Herausforderungen verbunden, die meist weniger auf die Technologie selbst als auf organisatorische und menschliche Faktoren zurückzuführen sind. Wer diese typischen Hürden früh erkennt, kann Adoptionsrisiken gezielt angehen, bevor ein ERP-Projekt ins Stocken gerät oder scheitert.

 Unternehmensgröße und organisatorische Komplexität 

Große und gewachsene Organisationen bringen bei ERP-Implementierungen naturgemäß ein höheres Maß an Komplexität mit. Unterschiedliche Geschäftsbereiche, regionale Besonderheiten und historisch gewachsene Prozesse erschweren die Standardisierung. Je mehr Komplexität und Silos in einem Unternehmen bestehen, desto mehr Abstimmung und bereichsübergreifende Ausrichtung sind erforderlich, um eine konsistente Nutzung im gesamten Unternehmen zu erreichen und die Erfolgschancen des Projekts zu erhöhen. 

 Widerstand gegen Veränderung 

Eine der größten Herausforderungen bei der ERP-Adoption ist der Widerstand gegen Veränderung – und dieser kann auf allen Ebenen der Organisation auftreten. Besonders auf Führungsebene kann Widerstand den Erfolg der Implementierung spürbar beeinträchtigen. ERP-Einführungen greifen in gewohnte Abläufe und lang etablierte Arbeitsweisen ein. Wenn Mitarbeitende unsicher sind, was die Veränderungen konkret für sie bedeuten, wächst der Widerstand oft ganz natürlich.

 Hohe Implementierungskosten 

ERP-Systeme erfordern erhebliche finanzielle Investitionen und personelle Ressourcen. Dadurch steigt der Druck, schnell voranzukommen und den erwarteten Return on Investment zu liefern. Viele Organisationen investieren den Großteil ihres ERP-Budgets in technische Aktivitäten und nur einen vergleichsweise kleinen Teil in Change Management. Wenn Budgets die menschliche Seite der Veränderung nicht ausreichend berücksichtigen, steigt das Risiko einer geringen Akzeptanz und eines ausbleibenden Mehrwerts. 

 Lange Einführungszeiträume 

Lange Implementierungsphasen können zu Ermüdung und sinkendem Engagement führen. Wenn sich ERP-Projekte über Jahre hinziehen, verlieren Stakeholder nicht selten den Fokus oder setzen neue Prioritäten. Um die Energie für die Einführung aufrechtzuerhalten, ist es entscheidend, die Dynamik im Projekt zu sichern und den Sinn sowie die Relevanz des ERP-Systems immer wieder klar zu vermitteln.

 Widerstand bei Nutzerinnen und Nutzern und geringe interne Akzeptanz 

Mit dem Go-Live ist die Arbeit nicht abgeschlossen. Auch nach diesem Meilenstein greifen Mitarbeitende oft wieder auf Altsysteme und gewohnte Prozesse zurück – besonders dann, wenn sie im neuen ERP-System auf Hürden stoßen, die Prozessanpassungen oder eine andere Konfiguration erfordern. Eine geringe interne Akzeptanz kann darauf hindeuten, dass Verstärkung fehlt, das ERP-System nicht gut mit der tatsächlichen Arbeitsweise zusammenpasst, Schulungen nicht ausreichen oder es zu wenig Möglichkeiten für Feedback gibt. 

 Komplexität der Datenmigration 

Schlechte Datenqualität oder eine uneinheitliche Data Governance sorgen oft schon früh im ERP-Lebenszyklus für Frustration. Wenn Nutzerinnen und Nutzer auf ungenaue oder unvollständige Informationen stoßen, schwindet das Vertrauen in das System schnell. Dieses Vertrauen nach ersten Datenproblemen wieder aufzubauen, ist häufig aufwendig und zeitintensiv.

 Sicherheits- und Compliance-Bedenken, insbesondere bei Cloud-ERP 

Cloudbasierte ERP-Lösungen bringen zusätzliche Anforderungen in Bezug auf Datensicherheit, Datenschutz und regulatorische Compliance mit sich. Werden diese Bedenken nicht aktiv adressiert, zögern Stakeholder häufig, das System anzunehmen. Klare Governance-Strukturen und die frühzeitige Einbindung relevanter Gruppen über den gesamten Implementierungsprozess hinweg sind entscheidend, um Vertrauen in das System aufzubauen. 

 Die Rolle von Change Management für die ERP-Adoption 

Die Forschung von Prosci zeigt, dass menschliche Faktoren einen deutlich größeren Einfluss auf den Erfolg von ERP-Initiativen haben als rein technische Aspekte. Ob ein ERP-Projekt erfolgreich ist, entscheidet sich vor allem an der menschlichen Seite der Veränderung. ERP-Einführungen sind deshalb nicht nur Technologieprojekte, sondern vor allem Transformationsvorhaben, die ein wirksames Change Management erfordern.

Change Management im ERP-Kontext ist ein strukturierter Ansatz, der Mitarbeitende dabei unterstützt, neue Prozesse und Systeme schneller und wirksamer anzunehmen. Während sich Projektteams auf die technische Konfiguration und Einführung des neuen Systems konzentrieren, sorgt Change Management dafür, dass Mitarbeitende vorbereitet, befähigt und während der Umstellung begleitet werden. So können Einzelpersonen, Teams und die gesamte Organisation den Übergang vom heutigen Zustand zum angestrebten Zielbild erfolgreich vollziehen und das neue ERP-System im Arbeitsalltag nachhaltig nutzen.

Proscis Einheitliches Werteversprechen

Diagram illustrating Prosci’s Unified Value Proposition

 Wie wird das ADKAR®-Modell auf die ERP-Adoption angewendet? 

Das Prosci ADKAR®-Modell ist eines der beiden grundlegenden Modelle der Prosci-Methodik und ein bewährter Ansatz, um Mitarbeitende auf individueller Ebene durch den ERP-Implementierungsprozess zu begleiten. ADKAR steht für die fünf Voraussetzungen, die eine Person erfüllen muss, damit Veränderung gelingt: Awareness, Desire, Knowledge, Ability und Reinforcement.

Prosci ADKAR Model

ADKAR model outlining five stages: Awareness, Desire, Knowledge, Ability, and Reinforcement to support and sustain changeADKAR basiert auf der Erkenntnis, dass organisatorischer Wandel nur dann gelingt, wenn sich Menschen auf individueller Ebene verändern. Das ADKAR-Modell unterstützt die ERP-Adoption genau auf dieser persönlichen Ebene – und schafft so die Voraussetzung dafür, dass die Organisation insgesamt das gewünschte Ergebnis einer erfolgreichen ERP-Einführung erreicht. 

 Wie Unternehmen ihre ERP-Adoptionsrate verbessern können 

Eine höhere ERP-Adoptionsrate entsteht nicht von selbst. Sie erfordert über den gesamten Implementierungsverlauf hinweg eine bewusste Steuerung – über Strategie, Führung und Befähigung der Nutzer hinweg. Dazu gehören unter anderem: 

  • Ein klarer Business Case und klare Ziele – Eindeutige Ziele schaffen Orientierung, bringen Stakeholder auf eine gemeinsame Linie und bieten einen klaren Bezugspunkt, um Adoptionsziele konsequent zu stärken. Fehlt diese Klarheit, besteht die Gefahr, dass Teams den Fokus vor allem auf die technische Fertigstellung zum Go-Live legen und die eigentliche Transformationswirkung aus dem Blick gerät. 
  • Abstimmung der Stakeholder – Teilnehmende der Prosci-Studie „Unlocking ERP Implementations 2025“ betonen, wie wichtig es ist, Stakeholder frühzeitig einzubinden und von Beginn an klare Erfolgskennzahlen festzulegen. So lassen sich die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Projektverlauf deutlich verbessern. 
  • Umfassende Rollout-Strategien – Ein strukturierter Einführungsplan sollte die technische Konfiguration eng mit der menschlichen Seite der Veränderung verzahnen. Ein abgestimmter Rollout reduziert Störungen im laufenden Betrieb und erleichtert den Nutzern den Übergang. 
  • Schrittweise Implementierung – Wenn die Einführung nach Funktionen, Regionen oder ERP-Modulen gestaffelt erfolgt, können Organisationen Komplexität besser steuern und Überforderung sowie Risiken verringern. Schrittweise Releases geben Unternehmen die Möglichkeit, zu lernen, Anpassungen vorzunehmen und Fähigkeiten gezielt auszubauen, bevor weiter skaliert wird. 
  • Nutzerzentrierte Schulungsprogramme – In der Prosci-Studie  war Training einer der wichtigsten Hebel, um die Wertrealisierung im Bereich People & Change Management zu verbessern. Umfassende und auf die jeweiligen Nutzergruppen zugeschnittene Schulungen vor dem Go-Live sowie kontinuierliche Lernangebote danach helfen dabei, langfristige Kompetenzen in der Organisation aufzubauen. 
  • Change-Management-Strategie – Die Teilnehmenden der Prosci-Analyse empfehlen außerdem einen strukturierten Change-Management-Ansatz, um den Wert von ERP-Investitionen tatsächlich zu realisieren. Ad-hoc-Maßnahmen schaffen oft eher Unklarheit und Reibung. Wer die menschliche Seite der Veränderung konsequent priorisiert, schafft eine unverzichtbare Grundlage für eine erfolgreiche ERP-Implementierung. 
  • Laufende Optimierung nach dem Go-Live – Unternehmen, die den Go-Live als Ziellinie betrachten, unterschätzen oft, wann der eigentliche Wert eines ERP-Systems entsteht. Die Einführung schafft zunächst die Grundlage. Den geschäftlichen Nutzen sichtbar machen jedoch erst Prozessverbesserungen, Nutzerfeedback und datengestützte Erkenntnisse im Betrieb nach der Implementierung. 

 Trends in der ERP-Adoption, die die Zukunft prägen 

Die ERP-Adoption entwickelt sich parallel zu technologischen Veränderungen und neuen Anforderungen an die Arbeitswelt weiter. Unternehmen sollten ihre Einführungs- und Change-Strategien entsprechend anpassen, um Schritt zu halten. Die folgenden Trends prägen, wie ERP-Systeme eingeführt, genutzt und weiterentwickelt werden:

• Cloud-first- und SaaS-orientierte ERP-Strategien – Unternehmen setzen zunehmend auf cloudbasierte ERP-Plattformen, um Skalierbarkeit, Flexibilität und planbare Kosten zu verbessern. SaaS-Modelle verringern den Aufwand für eigene Infrastruktur und schaffen mehr Raum, um sich auf Adoption, Governance und kontinuierliche Optimierung zu konzentrieren.

• Nutzerzentriertes Design – Moderne ERP-Plattformen investieren gezielt in intuitive Oberflächen und vereinfachte Workflows. Wenn das Systemdesign besser zu den tatsächlichen Arbeitsweisen der Menschen passt, fällt die Nutzung leichter – und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass das System breit angenommen wird.

 • Digitale Transformation – Immer mehr Unternehmen nutzen ERP-Systeme als zentrales Rückgrat umfassender digitaler Transformationsinitiativen. Der Erfolg der Einführung hängt deshalb zunehmend davon ab, die ERP-Strategie sauber mit weiteren Automatisierungs- und Integrationsvorhaben über verschiedene Plattformen hinweg zu verzahnen.

• Künstliche Intelligenz und Automatisierung in ERP-Systemen – Fortschrittliche Technologien und KI erweitern die Möglichkeiten in Bereichen wie Prognosen, Reporting und Entscheidungsunterstützung. Diese Lösungen erhöhen zwar das Potenzial für mehr Wertschöpfung, setzen aber auch Vertrauen in die Systeme, hohe Datenqualität und eine ausgeprägte Veränderungsbereitschaft voraus, damit ihr Nutzen tatsächlich realisiert werden kann.

• Low-Code-/No-Code-Anpassungen im ERP-Umfeld – Low-Code- und No-Code-Funktionen ermöglichen es Fachbereichen, Workflows und Berichte mit geringerer Abhängigkeit von der IT selbst zu konfigurieren. Das schafft mehr Agilität, erfordert jedoch zugleich klare Governance und gezielte Schulung, damit Konsistenz gewahrt bleibt und keine unkontrollierte Komplexität entsteht.


 ERP-Adoptionsraten mit Prosci gezielt steigern 

Wie erfolgreich die ERP-Adoption in deiner Organisation verläuft, hängt maßgeblich davon ab, wie gut du Veränderung steuerst. Eine ERP-Transformation verspricht schnellere Abläufe, bessere Daten und fundiertere Entscheidungen. Doch diese Ergebnisse entstehen nicht allein durch das System, sondern vor allem durch die Menschen, die damit arbeiten.

Genau hier setzt Change Management an: Es macht aus dem Potenzial echte Akzeptanz. Darin liegt die Wirkung eines wirksam gestalteten Changes.

FAQs

 Was ist eine gute ERP-Adoptionsrate? 

Es gibt keinen allgemeingültigen Richtwert für eine „gute“ ERP-Adoptionsrate, weil sie immer von den jeweiligen Rahmenbedingungen in der Organisation abhängt. Grundsätzlich zeigt eine gute Adoptionsrate jedoch, dass das System unternehmensweit und konsistent für zentrale Geschäftsprozesse genutzt wird. Ziel sollte sein, dass nahezu alle betroffenen Rollen mit dem ERP-System arbeiten – und nur noch in geringem Maß auf Altsysteme oder Schattenlösungen zurückgreifen.

 Wie können wir die ERP-Adoptionsrate nach der Implementierung steigern? 

Mit dem Go-Live ist die ERP-Adoption nicht abgeschlossen. Auch nach der Implementierung können Unternehmen die Adoptionsrate weiter steigern – zum Beispiel, indem sie Mitarbeitenden gezielt Möglichkeiten für Feedback geben, laufende Schulungen anbieten und neue Arbeitsweisen konsequent im Alltag verankern. Wenn Change Management bereits während der Implementierung strukturiert mitgedacht wird, lassen sich genau diese Maßnahmen nach dem Go-Live wirksam fortführen und gezielt nutzen, um die Akzeptanz weiter zu erhöhen. 

 In welchen Branchen ist die ERP-Adoption am höchsten? 

 Branchen mit hoher operativer Komplexität oder starker regulatorischer Prägung – etwa die Fertigungsindustrie oder das Gesundheitswesen – weisen häufig eine besonders hohe ERP-Adoption auf. Dort sind standardisierte Prozesse, Compliance-Anforderungen und integrierte Datentransparenz besonders wichtig, was die Nutzung von ERP-Systemen nahezu unverzichtbar macht. Gleichzeitig wird eine starke ERP-Adoption meist weniger von der Branche allein bestimmt als von engagierter Führung und einem wirksamen Change Management von Beginn an. 

 Welche Faktoren beeinflussen die ERP-Adoptionsrate am stärksten? 

Laut der Prosci-Studie „Unlocking ERP Implementations 2025“ haben menschliche Faktoren einen deutlich größeren Einfluss auf den Erfolg von ERP-Initiativen als rein technische Aspekte. Unternehmen, die eine hohe ERP-Adoption erreichen wollen, sollten deshalb vor allem die menschliche Seite der Veränderung in den Fokus rücken – etwa durch wirksame Schulungen, die frühzeitige Einbindung von Stakeholdern und einen strukturierten Change-Management-Ansatz, wie ihn zum Beispiel die Prosci-Methodik bietet. 

 Wie wirkt sich Change Management auf die ERP-Adoptionsrate aus? 

Change Management beeinflusst die ERP-Adoption direkt, indem es Menschen dabei unterstützt, ihr Verhalten anzupassen und neue Arbeitsweisen erfolgreich zu übernehmen. Ohne Change Management bleiben selbst gut geplante ERP-Einführungen oft rein technische Implementierungen mit geringer Akzeptanz. Strukturierte Kommunikation, der bewusste Umgang mit Widerständen, aktives Sponsoring durch Führungskräfte und gezielte Verstärkung schaffen Vertrauen und Verbindlichkeit – und sorgen so für eine stärkere und nachhaltigere Nutzung des Systems.

Welche Change-Management-Maßnahmen verbessern die ERP-Adoptionsrate am stärksten? 

Laut der Prosci-Forschung gehören umfassende und zielgruppengerechte Schulungen, die frühzeitige Einbindung von Stakeholdern sowie transparente Kommunikationspläne zu den wirksamsten Change-Management-Maßnahmen, um die ERP-Adoptionsrate zu steigern. Ein strukturierter Change-Management-Ansatz stellt sicher, dass diese Aktivitäten nicht isoliert, sondern gezielt und wirksam umgesetzt werden. 

 Was ist der Unterschied zwischen ERP-Adoptionsrate und ERP-Erfolgsquote? 

 Die ERP-Adoptionsrate misst, wie konsequent und wirksam Mitarbeitende das System im Arbeitsalltag nutzen. Die ERP-Erfolgsquote ist dagegen umfassender: Sie betrachtet zusätzlich, ob die Implementierung in Bezug auf Budget, Zeitplan und strategische Ziele erfolgreich war. 

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Prosci, gegründet im Jahr 1994, ist ein weltweit führender Anbieter im Bereich Change Management. Wir unterstützen Organisationen dabei, erfolgreiche Veränderungen umzusetzen und ihre Veränderungsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Dabei setzen wir auf ganzheitliche, forschungsbasierte und benutzerfreundliche Werkzeuge, Methoden und Dienstleistungen, die maßgeschneiderte Lösungen für effektives Change Management bieten.

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