Was ist eine ERP-Implementierung? 

Bei der Implementierung eines Enterprise Resource Planning (ERP)-Systems wird ein ERP-System in einer Organisation eingeführt, um zentrale Geschäftsprozesse in einem einzigen, vernetzten Tool zu bündeln. ERP-Systeme bilden das Rückgrat großer Organisationen. Eine ERP-Implementierung ist eine bedeutende organisatorische Veränderung und Investition.

ERP-Implementierungen sind keine reinen Technologieprojekte — sie sind groß angelegte organisatorische Veränderungen, die die Arbeitsweise von Menschen grundlegend umgestalten. Solche Vorhaben umfassen die Konfiguration neuer Software, die Migration von Daten aus bestehenden Systemen, die Neugestaltung von Prozessen sowie die Befähigung der Mitarbeitenden, neue Arbeitsweisen zu übernehmen.

Cloud-ERP-Implementierungen erfordern erhebliche finanzielle, zeitliche und personelle Ressourcen. Angesichts des Umfangs dieser Projekte erwarten Führungskräfte, dass ERP-Implementierungen messbare Verbesserungen in den Bereichen Effizienz, Compliance, Transparenz und Zusammenarbeit erzielen. Ob die Vorteile einer ERP-Implementierung tatsächlich realisiert werden, hängt jedoch nicht allein vom System selbst ab — sondern davon, wie wirksam Ihre Organisation die menschliche Seite der Veränderung gestaltet.

 

Die Bedeutung von Change Management bei ERP-Implementierungen 

Organisationen investieren Millionen in ERP-Systeme und gehen dabei davon aus, dass der Projekterfolg allein von der Technologie abhängt. Prosci-Forschung aus der Studie Unlocking ERP Implementations zeigt ein anderes Bild: Menschliche Faktoren sind 6-mal entscheidender als technische Faktoren für die Verbesserung des ERP-Nutzens. Dieser Befund unterstreicht, welche Bedeutung Change Management bei diesen Implementierungen hat.

Zu den menschlichen Faktoren zählen nachhaltiges Engagement in Schulungen, ein Stakeholder-Engagement, das Eigenverantwortung fördert, strukturierte Change-Management-Ansätze sowie verbesserte Kommunikation und funktionsübergreifende Zusammenarbeit. Organisationen, die bei ERP-Implementierungen in ihre Mitarbeitenden investieren, erzielen deutlich bessere Ergebnisse als jene, die dies nicht tun.

ERP Change Management spielt eine entscheidende Rolle dabei, ob eine ERP-Implementierung nachhaltigen Wert schafft oder hinter den Erwartungen zurückbleibt. Während die technische Seite der Implementierung auf die Konfiguration des Systems durch Projektmanagement ausgerichtet ist, konzentriert sich Change Management darauf, Mitarbeitende zu befähigen, das neue ERP-System zu übernehmen und ihre Arbeitsweisen entsprechend anzupassen. Beides ist notwendig, damit Einzelpersonen, Teams und die gesamte Organisation vom aktuellen Zustand in den angestrebten Zielzustand gelangen — und die neuen ERP-Systeme in ihrem Arbeitsalltag wirksam einsetzen.

Unified Value Proposition von Prosci

Diagram illustrating Prosci’s Unified Value Proposition

Vorteile einer ERP-Implementierung 

Erfolgreiche ERP-Implementierungen erfordern ein breites Commitment in der gesamten Organisation — doch die Vorteile sind die Herausforderungen in der Regel wert. Organisationen, die ERP-Systeme erfolgreich einführen, profitieren typischerweise von folgenden Vorteilen: 

  • Zentralisierte Daten und verbesserte Transparenz – ERP-Systeme konsolidieren Daten in einer einzigen verlässlichen Quelle, erhöhen die Transparenz und reduzieren die Abhängigkeit von isolierten Tools und manuellen Prozessen. .
  • Prozessautomatisierung und Effizienzsteigerung – ERP-Software kann zentrale Prozesse standardisieren und automatisieren sowie den manuellen Aufwand reduzieren — vorausgesetzt, die Prozessgestaltung wird frühzeitig in das Projekt integriert. 
  • Bessere Entscheidungsgrundlagen durch Analysen – Dank integrierter Daten und Reporting-Funktionen ermöglichen ERP-Systeme Führungskräften schnellere, fundierte Entscheidungen für Planung, Forecasting und Performance Management. 
  • Verbesserung der Kundenerfahrung – Das richtige ERP-System und die passenden Prozesse helfen Organisationen, schneller und konsistenter auf Kundenbedürfnisse zu reagieren und damit die Kundenerfahrung insgesamt zu verbessern. 
  • Senkung der Betriebskosten – Langfristig können ERP-Implementierungen Kosten senken, indem redundante Systeme abgelöst, Ressourcen effizienter eingesetzt und Fehler durch manuelle Arbeit reduziert werden. 

Trotz der Vorteile einer erfolgreichen ERP-Implementierung müssen Organisationen die Risiken kennen, die zum Scheitern führen können. Mitarbeitende entwickeln Gewohnheiten rund um die Systeme, die sie täglich in verschiedenen Unternehmensbereichen nutzen. Die Veränderung von Tools, die den Arbeitsalltag prägen, ist besonders anspruchsvoll, wenn Mitarbeitende Widerstand zeigen. Die enge Vernetzung von Cloud-ERPs und Veränderungsresistenz kann ein Umfeld schaffen, das den Fortschritt verlangsamt.

Hinzu kommen Datenqualitätsprobleme, die das Vertrauen der Nutzenden in das System untergraben und den Fortschritt weiter bremsen können. Werden Umfang und Erwartungen der ERP-Implementierung nicht sorgfältig gesteuert, drohen Budgetüberschreitungen — und aus einer bereits erheblichen Investition wird eine noch kostspieligere.

Phasen eines ERP-Implementierungsplans 

Ein ERP-Projekt entfaltet sich über mehrere Phasen, die jeweils auf spezifische technische und menschliche Ergebnisse ausgerichtet sind. Ein strukturierter ERP-Implementierungsplan hilft Teams dabei, Komplexität zu bewältigen, Risiken zu reduzieren und auf einer oft langen Implementierungsreise den Schwung zu erhalten. Der ERP-Implementierungslebenszyklus folgt in der Regel sechs Phasen: 

Phase 1: Vorbereitung 

Die erste Phase einer ERP-Implementierung umfasst die Definition des Projektumfangs, die Identifikation von Stakeholder:innen sowie die Bewertung der Veränderungsbereitschaft der Organisation. Sie beinhaltet auch die Auswahl des geeigneten ERP-Anbieters und der passenden Lösung, die auf die Unternehmensziele abgestimmt ist.

Prosci-Forschung aus der Studie Unlocking ERP Implementations zeigt, dass mehr als ein Fünftel der erfahrenen Praktiker:innen empfiehlt, Technologie von Anfang an auf die Geschäftsanforderungen abzustimmen. Diese Abstimmung umfasst Prozessoptimierung, strategische Ausrichtung und eine durchdachte Anpassung des Systems. Die frühzeitige Ausrichtung der ERP-Systemziele an der Unternehmensstrategie ist entscheidend für Erfolg oder Misserfolg des Projekts.

In dieser Phase ist es unerlässlich, die Unterstützung der primären Sponsor:innen und zentralen Stakeholder:innen zu sichern. Die Einbindung der Führungsebene und die Gewinnung verbindlicher Zusagen sind essenziell, um die notwendige Unterstützung für das Change Management zu gewährleisten.

 

Phase 2: Planung 

In der Planungsphase erstellen Teams detaillierte Projektpläne mit Zeitplänen, Ressourcenallokation und Risikoeinschätzungen. Die Definition von Erfolgskriterien und der Aufbau einer Governance-Struktur sind dabei unverzichtbar, um Fortschritte zu überwachen und zu messen.

Erfahrene Praktiker:innen aus Prosci's Studie Unlocking ERP Implementations empfehlen in dieser Phase folgende Schritte für ein solides Fundament:

  • Bessere Planung zur Vermeidung nachgelagerter Probleme — insbesondere durch realistische Zeitplanung, um ungerechtfertigten Termindruck zu reduzieren
  • Frühzeitiger Start von Implementierungsaktivitäten zur strategischen Nutzung günstiger Zeitfenster
  • Erhöhung von Investitionen und Budget für den Erfolg — anstatt bei Maßnahmen zu sparen, die unweigerlich die Wertrealisierung mindern
  • Ergänzung interner Kapazitäten durch externe Beratung und Budgetreservierung für das erforderliche Expertenwissen

Phase 3: Umsetzung 

In der Umsetzungsphase finden Prozessneugestaltung, Datenmigration und Systemkonfiguration statt. Während die Organisation das ERP-System aufbaut, helfen Change-Management-Aktivitäten dabei, den technischen Fortschritt in bedeutungsvolle Botschaften für die Organisation zu übersetzen — und zu verdeutlichen, was sich verändert und warum. Kontinuierliche Kommunikation und Einbindung sind essenziell, um das Entstehen von Unsicherheit und Widerstand zu verhindern.

Prosci's Studie Unlocking ERP Implementations unterstreicht die Bedeutung umfassender Ansätze, die Change Management mit Schulungen, Stakeholder-Engagement und Kommunikation verbinden. Rollenspezifische Vorteile hervorzuheben und zu zeigen, wie bevorstehende Veränderungen die Arbeit der einzelnen Mitarbeitenden konkret erleichtern, erhöht die Relevanz gegenüber generischen Botschaften zur technologischen Transformation.

Phase 4: Testing

Vor dem Go-live führen Organisationen umfangreiche Tests am ERP-System durch, um sicherzustellen, dass es wie erwartet funktioniert und die Geschäftsanforderungen erfüllt. Testing bestätigt die einwandfreie Funktion der ERP-Software — bietet aber auch die Möglichkeit, Mitarbeitende als Nutzende aktiv einzubeziehen.

Das Feedback der Mitarbeitenden ist entscheidend, um Problemfelder zu identifizieren und notwendige Anpassungen vorzunehmen. Laut Prosci-Forschung sind formale Feedbackmechanismen zentral für kontinuierliche Verbesserung und Wertrealisierung. Dazu gehört:

  • Systematische Feedbackkanäle schaffen, um ein repräsentatives Meinungsbild zu erhalten — nicht nur die lautesten Stimmen zu hören
  • Feedback von verschiedenen Stakeholder:innen einzuholen, die freiwillig an der ERP-Implementierung beteiligt sind, anstatt Feedback zu erzwingen
  • Frühes Feedback zur Gestaltung des Systems nutzen und Post-Implementierungs-Feedback zur Optimierung einsetzen

Phase 5: Go-Live

Der Go-live markiert den Übergang von bestehenden Systemen zum neuen ERP-System. Diese Phase kann einen schrittweisen Rollout oder einen Big-Bang-Ansatz umfassen — abhängig von der Organisationsstrategie und den ursprünglichen Projektzielen.

Change Management beim Go-live konzentriert sich auf die Stärkung der Bereitschaft und die Sicherstellung von Stabilität. Klare, zeitgerechte Kommunikation hilft Mitarbeitenden zu verstehen, was sie in den ersten Tagen und Wochen erwartet, wo sie Unterstützung finden und wie Probleme adressiert werden. Führungskräfte und Sponsor:innen spielen eine wesentliche Rolle, indem sie das ERP sichtbar unterstützen, Prioritäten bekräftigen und den Aufwand anerkennen, der mit der Anpassung an neue Prozesse verbunden ist.

Schulungsprogramme und Support-Prozesse sind beim Go-live entscheidend. Just-in-time-Schulungen, zugängliche Dokumentation und reaktionsschnelle Support-Kanäle helfen Nutzenden, Sicherheit im Umgang mit dem System aufzubauen.

Phase 6: Post-Implementierungs-Review 

Viele Organisationen betrachten den Go-live als Ziellinie eines ERP-Projekts. Prosci's Studie Unlocking ERP Implementations zeigt jedoch, dass diese Organisationen verkennen, wann ERP-Wert tatsächlich entsteht. Der Go-live ist zweifellos ein bedeutender Projektmeilenstein — aber keineswegs das Ende des Weges.

Nach dem Go-live verlagert sich der Fokus auf Optimierung. Diese Phase umfasst die Bewertung des Implementierungsprozesses, die Erfolgsmessung anhand definierter Kennzahlen und die Identifikation von Verbesserungspotenzialen. Das Feedback der Mitarbeitenden ist entscheidend, da Nutzende das System zunehmend im Alltag einsetzen und Engpässe sowie Verbesserungsmöglichkeiten erkennen. Diese Erkenntnisse fließen in künftige Verbesserungen ein und helfen Organisationen, die Veränderung langfristig zu verankern.

 

Best Practices für erfolgreiche ERP-Implementierungen 

Die folgenden Best Practices helfen Organisationen dabei, Risiken zu reduzieren, die Adoption zu stärken und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass das ERP-System langfristig Wert liefert. 

Ein starkes Projektteam aufbauen 

Ein gut aufgestelltes Implementierungsteam vereint Führungskräfte, Fachexpert:innen, Vertreter:innen der zentralen Geschäftsbereiche sowie externe Expertise — darunter Change-Management-Berater:innen oder interne Fachleute. Klare Rollen und Verantwortlichkeiten helfen dem Team, die einzelnen Implementierungsphasen effizient zu durchlaufen und dabei die Ausrichtung auf die Unternehmensprioritäten sicherzustellen. Von der obersten Führungsebene bis zu den Mitarbeitenden an der Basis muss das gesamte System von Menschen innerhalb der Organisation in das Projekt eingebunden sein und den Übergang unterstützen. 

Prozessverbesserung in den Mittelpunkt stellen — nicht nur Technologie 

Ein ERP-Projekt bietet die Chance, die Art und Weise, wie Arbeit erledigt wird, grundlegend zu überdenken und zu verbessern — anstatt lediglich veraltete Software zu ersetzen und bestehende Ineffizienzen zu automatisieren. Prozessoptimierung bedeutet, Arbeitsabläufe zu verschlanken, bevor die Technologie konfiguriert wird — statt die Software an fehlerhafte Prozesse anzupassen. Teilnehmende aus Prosci's Studie Unlocking ERP Implementations warnen ausdrücklich vor einem technologiefokussierten Ansatz: Rekonfigurationen nach dem Go-live kosten erheblich mehr als eine sorgfältige Gestaltung und Prozessentwicklung im Vorfeld.

Change Management frühzeitig priorisieren 

In unserer Studie Unlocking ERP Implementations war die größte Empfehlungskategorie zur Verbesserung des ERP-Nutzens People and Change Management — mit 36 %. Der Wert, Change Management bei ERP-Implementierungen frühzeitig zu priorisieren und entsprechend zu budgetieren, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Strukturierte Change-Management-Programme fördern die Wertrealisierung und stellen sicher, dass Schulungen, Stakeholder-Engagement und Kommunikation angemessen berücksichtigt werden. 

Anpassungen auf das Notwendige beschränken 

Übermäßige Anpassungen erhöhen Projektkomplexität, Kosten und Zeitrisiken. Wo immer möglich auf Standard-ERP-Funktionalitäten zu setzen, vereinfacht die Implementierung und erleichtert Erstschulung sowie Adoption für die Nutzenden. Das bedeutet nicht, dass Organisationen das volle Potenzial von ERP-Systemen nicht ausschöpfen sollten. Vielmehr empfiehlt es sich, zunächst grundlegende Funktionen einzuführen — in dem Wissen, dass die Arbeit nicht mit dem Go-live endet. Die Priorisierung kontinuierlicher Verbesserung nach dem Go-live bietet die Möglichkeit, Anpassungen schrittweise zu ergänzen. 

Kontinuierliche Kommunikation mit Stakeholder:innen

Wenn Stakeholder:innen und Mitarbeitende die Gründe für eine ERP-Transformation nicht verstehen, wächst die Skepsis — die Adoption verlangsamt sich, der Schwung geht verloren. Ein strukturierter Change-Management-Ansatz schafft Bewusstsein (Awareness) durch zielgerichtete Kommunikation, die Vision, Vorteile und Ziele klar vermittelt. Transparente Botschaften, die technische Meilensteine mit wesentlichen Geschäftsergebnissen verknüpfen, halten alle Beteiligten ausgerichtet und engagiert. 

Schrittweise Rollouts nutzen, wo sinnvoll 

Ein phasenweiser Rollout-Ansatz kann Organisationen helfen, Unterbrechungen zu reduzieren, indem Veränderungen über die Zeit verteilt und für jede Phase ausreichend Unterstützung bereitgestellt werden. Anstatt alle Funktionalitäten auf einmal einzuführen, ermöglichen phasenweise Implementierungen den Fokus auf spezifische Prozesse, das Lernen aus der Erfahrung und die entsprechende Anpassung der Pläne. Dieser Ansatz ist besonders vorteilhaft für große Organisationen mit begrenzten Change-Ressourcen und Zeitdruck. 

In nachhaltige Unterstützung investieren 

Es ist ein verbreitetes Missverständnis, dass der Go-live die Ziellinie einer ERP-Implementierung darstellt. Unsere Forschung zeigt jedoch: Während der Go-live ein kritischer technischer Meilenstein ist, ist er nicht das Ende der Arbeit — er sollte vielmehr als Startlinie betrachtet werden. Nachhaltige Unterstützung, einschließlich systematischer Feedbackkanäle, fördert kontinuierliche Optimierung und erkennt an, dass sich Wertrealisierung weit über den technischen Einsatz hinaus erstreckt. So können Organisationen Nutzungslücken schließen, Prozesse verfeinern und sicherstellen, dass die ERP-Systemkapazitäten über den Go-live hinaus wachsen. 

 

Praxisbeispiel einer ERP-Implementierung 

Als ein internationales Unterhaltungsunternehmen Prosci hinzuzog, stand es vor einem komplexen, mehrjährigen ERP-Rollout — nachdem frühere groß angelegte Change-Initiativen hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren. Die Organisation war in kurzer Zeit von 500 auf 1.200 Mitarbeitende gewachsen, und der Umfang sowie die Komplexität der Veränderung erforderten einen strukturierten Ansatz für die menschliche Seite.

Prosci stellte Change-Management-Beratung, rollenbasierte Schulungen und eine Enterprise Change Management License bereit — integrierte Change Management und Projektmanagement von Beginn an und baute Change-Kompetenz in der gesamten Organisation während des Implementierungslebenszyklus auf.

Das Ergebnis: eine Verbesserung des Projekterfolgs um 86 % und 1.200 neue Change Champions im gesamten Unternehmen.

Jetzt den vollständigen Erfahrungsbericht des internationalen Unterhaltungsunternehmens lesen.

Erfolgsmessung einer ERP-Implementierung 

Die Erfolgsbewertung einer ERP-Implementierung erfordert mehr als den Blick auf das technische Deployment — sie analysiert, ob das System echten Geschäftswert und messbare Ergebnisse für die Menschen liefert. Folgende Kennzahlen sind entscheidend, um zu verstehen, wie Ihre ERP-Software auf die Organisation wirkt: 

  • Nutzeradoptionsrate – Wie viele Mitarbeitende nutzen das ERP-System aktiv? Hohe Adoptionsraten zeigen, dass Nutzende das neue System in ihren täglichen Arbeitsablauf integrieren — entscheidend für die Realisierung des vollen Nutzens. 
  • Return on Investment (ROI) – Ein positiver ROI bestätigt, dass das ERP Wert und operative Vorteile liefert und die finanzielle Investition rechtfertigt. Der ROI umfasst in der Regel Kosteneinsparungen, Produktivitätsgewinne und verbesserte Entscheidungsgrundlagen. 
  • Prozesseffizienz – Die Bewertung, ob zentrale Arbeitsabläufe schneller, konsistenter und schlanker geworden sind, ist entscheidend dafür, dass das ERP-System keine ineffizienten Prozesse lediglich automatisiert. 
  • Fehlerquoten und Problemlösungszeiten – Sinkende Fehlerquoten und schnellere Lösungszeiten weisen oft auf wachsendes Vertrauen, Zuverlässigkeit und Reife im Umgang mit dem ERP-System hin. 
  • Mitarbeitendenzufriedenheit und Engagement – Feedback der Mitarbeitenden hilft Organisationen einzuschätzen, wie die Menschen die Auswirkungen des ERP-Systems auf ihre Arbeit wahrnehmen. Hohe Zufriedenheit korreliert mit stärkerer Systemadoption und -nutzung — und führt letztlich zu verbesserter Organisationsleistung und sichtbaren Vorteilen für die Mitarbeitenden. 

Häufige Fragen zur ERP-Implementierung 

Was umfasst der ERP-Implementierungsprozess? 

Der ERP-Implementierungsprozess beinhaltet die Auswahl, Konfiguration, das Testing und den Einsatz eines neuen ERP-Systems in einer Organisation. Eine ERP-Implementierung verläuft über mehrere Phasen: Vorbereitung, Planung, Umsetzung, Testing, Go-live sowie Post-Implementierungs-Review und Verbesserungen. Der Prozess ist umfangreich und führt Organisationen letztlich vom aktuellen Zustand in den angestrebten Zielzustand — mit dem neuen System und Mitarbeitenden, die es erfolgreich nutzen. 

Wie lange dauert eine ERP-Implementierung? 

Die Dauer einer ERP-Implementierung hängt von Größe, Umfang und Komplexität der Organisation ab. Häufig erstrecken sich ERP-Implementierungen über mehrere Jahre. Es gibt keine pauschalen Antworten auf die Frage nach dem richtigen Zeitrahmen — doch eine realistische Zeitplanung ist entscheidend. Unnötiger Termindruck mag die Umsetzung scheinbar beschleunigen, kann jedoch die Wertrealisierung verzögern und die Adoption negativ beeinflussen. Eine konservative Planung ist notwendig, um funktionsfähige Systeme und veränderte Verhaltensweisen zu erzielen. 

Was kostet eine ERP-Implementierung? 

Die Gesamtkosten einer ERP-Implementierung variieren je nach Größe, Umfang, Komplexität der Organisation und — am wichtigsten — angemessener Ressourcenausstattung; sie belaufen sich häufig auf mehrere Millionen Euro. Die meisten ERP-Implementierungen konzentrieren den Großteil des Budgets und der Ressourcen auf technische Aktivitäten: Systemkonfiguration, Datenmigration, Integrationsentwicklung und technisches Testing. Doch das Budget muss nicht nur die Softwarekosten abdecken, sondern auch die Kosten für die Vorbereitung der Mitarbeitenden und der Organisation auf die Nutzung. Neben der Technologie sollten die Vorabkosten einer ERP-Implementierung Prozessdokumentation, interne Ressourcen und Change-Management-Expertise umfassen. 

Wann ist eine ERP-Implementierung abgeschlossen? 

Traditionell galt eine ERP-Implementierung mit dem Go-live als abgeschlossen. Organisationen, die den Go-live als Ziellinie betrachten, verkennen jedoch, wann der ERP-Wert tatsächlich entsteht. Eine ERP-Implementierung ist mit dem Go-live nicht abgeschlossen — dieser ist vielmehr einer von vielen Meilensteinen. Das Commitment zu kontinuierlicher Verbesserung und fortlaufendem Feedback legt nahe, dass eine ERP-Implementierung nie vollständig abgeschlossen ist, sondern stets ein laufendes Projekt mit vielen bedeutenden Meilensteinen bleibt. 

Mit Prosci eine erfolgreiche ERP-Implementierung leiten 

Der Return, den Sie aus Ihrer ERP-Implementierung erzielen, hängt maßgeblich von Ihrer Fähigkeit ab, Veränderungen erfolgreich zu gestalten. Laut Prosci's Studie Unlocking ERP Implementations sind menschliche Faktoren 6-mal entscheidender als technische Faktoren für die Verbesserung des ERP-Nutzens — und unterstreichen damit die Bedeutung von Change Management bei diesen Implementierungen.

Geben Sie sich nicht mit einer ERP-Implementierung zufrieden, die lediglich ausgerollt wird. Bei Prosci verfügen wir über das Wissen, die Expertise und die umfassenden Lösungen, um sicherzustellen, dass Ihre ERP-Implementierung erfolgreich ist und die Vorteile liefert, die Ihre Organisation verdient. Nehmen Sie jetzt gerne Kontakt mit uns auf.

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Our team of Prosci Change Advisors and Executive Instructors has seen the positive impact of change management across a variety of enterprise contexts. They know how the Prosci Methodology helps overcome resistance, empower change agents, and drive ERP adoption.

“I help teams translate change initiatives into user-focused practicalities, meeting people at all levels of the organization.”

Mavourneen Mainelli

Former VP of People and Process Transformation , Benjamin Moore & Co.

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Ash Seddeek

Former Sr Program Manager, OCM , Workday

“As a coach, I empower individuals to use simple change concepts, shifting the hearts and minds of others.”

Debbie Firth

Former Organizational change strategist , Slalom, Kroger, and American Electric Power



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