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Warum Menschen Veränderungen Ablehnen

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Warum Menschen Veränderungen Ablehnen
Warum wehren sich Menschen gegen Veränderungen? Es ist eine natürliche und menschliche Reaktion – aber weit mehr als nur eine emotionale Angelegenheit. Als Change-Practitioner ist es unsere Aufgabe, die wahren Ursachen von Widerstand innerhalb von Teams zu verstehen, damit wir Menschen dabei unterstützen können, ihre persönlichen Übergänge zu meistern und wichtige Veränderungen erfolgreich anzunehmen. Widerstand gegen Veränderungen nach Gruppen In den „Best Practices“ von Prosci zum Change Management gaben Teilnehmende an, aus welchen Gruppen sie den größten Widerstand erlebten. Am stärksten zeigte sich dieser bei Führungskräften der mittleren Ebene, gefolgt von Mitarbeitenden an der operativen Front. Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit früheren Studien. Warum lehnen Mitarbeitende Veränderungen Auch wenn Widerstand bei Mitarbeitenden viele Ursachen haben kann, zeigt die Forschung von Prosci fünf Hauptgründe auf: Mangelndes Bewusstsein über den Grund der Veränderung Veränderung der eigenen Rolle Angst vor dem Unbekannten Fehlende Unterstützung durch oder mangelndes Vertrauen in Führungskräfte Ausschluss aus entscheidungsbezogenen Veränderungsprozessen Mangelndes Bewusstsein Der häufigste Grund, warum Mitarbeitende Veränderungen ablehnen, liegt im fehlenden Bewusstsein über Sinn und Zweck der Veränderung. Dieser Widerstand entsteht oft, weil Organisationen es versäumen, die Hintergründe und geschäftlichen Beweggründe klar zu kommunizieren – ebenso wie die Rolle, die du als Mitarbeitende:r im Veränderungsprozess spielst. Widerstand zeigt sich dann besonders stark, wenn du die Frage „Was bringt mir das?“ nicht beantworten kannst. Prosci ADKAR® Modell Veränderung der Rolle Widerstand entsteht oft dann, wenn Veränderungen in der beruflichen Rolle erforderlich sind. Dazu zählen zum Beispiel eine höhere Arbeitsbelastung, geänderte Aufgabenbeschreibungen oder neue Verhaltensanforderungen. Mitarbeitende stehen diesen Veränderungen häufig kritisch gegenüber, weil ihnen die Motivation oder das Interesse fehlt, sich mit neuen Systemen oder Technologien auseinanderzusetzen. Andere wiederum sorgen sich um die Zeit, die sie benötigen, um sich auf neue Anforderungen einzustellen, oder empfinden den Verlust von Anreizen, Autonomie und Kontrolle als belastend. Widerstand kann auch entstehen, wenn Mitarbeitende das Gefühl haben, an Status oder Identität zu verlieren. Angst vor dem Unbekannten Angst ist ein bedeutender Auslöser für Widerstand gegenüber Veränderungen – besonders dann, wenn es um den Verlust des Arbeitsplatzes oder geringere Vergütung geht. Unsicherheit über die eigene Zukunft und die Entwicklung des Unternehmens entstehen häufig durch schlechte Erfahrungen mit früheren Veränderungsprozessen. Viele Mitarbeitende fühlen sich überfordert oder unsicher, ob sie mit neuen Technologien Schritt halten können. Sie fürchten Veränderungen in der Unternehmenskultur oder eine stärkere Kontrolle und Bewertung ihrer Leistung. Besonders Mitarbeitende mit längerer Betriebszugehörigkeit empfinden Veränderungen oft als bedrohlicher als neuere Kolleg:innen – einfach, weil sie sich stark an bestehende Strukturen und Abläufe gewöhnt haben. Fehlende Unterstützung und mangelndes Vertrauen in Führungskräfte Widerstand gegen Veränderungen entsteht oft durch mangelndes Vertrauen in Führungskräfte oder unzureichende Unterstützung durch sie. Besonders Menschen in leitenden Positionen beeinflussen den Umgang mit Veränderungen maßgeblich – und zeigen selbst häufig stärkeren Widerstand oder geringeres Engagement im Veränderungsprozess. Ein solches Verhalten wirkt sich direkt auf die Haltung der Mitarbeitenden aus. Wenn Führungskräfte kein gutes Vorbild sind, verlieren Mitarbeitende Vertrauen – vor allem dann, wenn sie in der Vergangenheit negative Erfahrungen gemacht haben. Sie empfinden den Change als schlecht begleitet oder befürchten, während des Prozesses nicht ausreichend unterstützt zu werden. Ausschluss aus entscheidungsbezogenen VeränderungsprozessenExclusion from change-related decisions Mitarbeitende, die nicht in Entscheidungsprozesse rund um Veränderungen einbezogen werden, leisten häufig Widerstand. Gerade Mitarbeitende an der operativen Front fühlen sich dann übergangen, bedroht oder sogar hintergangen. Sie erleben Veränderungen als von außen aufgezwungen. Dabei wollen sie Teil des Prozesses sein – mitwirken, vorbereiten, unterstützen und zur richtigen Reihenfolge der Schritte beitragen. Transparenz und offene Kommunikation im Planungsprozess sind entscheidend, um solchen Widerstand zu verhindern. Warum leisten Führungskräfte Widerstand gegen Veränderungen? Laut Prosci haben Teilnehmende der Studie fünf Hauptgründe benannt, warum Führungskräfte Veränderungen ablehnen: Probleme mit der Unternehmenskultur Mangelndes Bewusstsein und fehlendes Wissen über die Veränderung Fehlende Unterstützung und mangelnde Verpflichtung gegenüber dem Change Management Fehlende Übereinstimmung zwischen Projektzielen und individuellen Anreizen Geringes Vertrauen in die eigene Fähigkeit, Veränderungen erfolgreich zu managen Unternehmenskultur Die Unternehmenskultur wird häufig als wesentliche Ursache für Widerstand bei Führungskräften genannt. Genauer gesagt betrifft dies vor allem risikoscheue Kulturen, negative Erfahrungen mit früheren Veränderungsprozessen, Gruppendenken statt übergreifender Zusammenarbeit und generelles Misstrauen zwischen Abteilungen oder Hierarchieebenen. In Unternehmen, in denen es an klarer Unterstützung und aktiver Beteiligung durch Vorgesetzte fehlt, fühlen sich Führungskräfte oft allein gelassen – und entsprechend wenig bereit, Veränderungen mitzutragen. Mangelndes Bewusstsein und fehlendes Wissen über Veränderungen Studien zeigen, dass Führungskräfte häufig deshalb Widerstand leisten, weil ihnen das Wissen darüber fehlt, was eine Veränderung überhaupt beinhaltet. Es mangelt an Informationen und Verständnis über den erwarteten Nutzen (ROI), die Gründe für die Veränderung – und nicht zuletzt an Antworten auf die Frage: „Was habe ich persönlich davon?“ Fehlende Unterstützung und mangelndes Commitment Führungskräfte, die Veränderungen ablehnen, halten sie möglicherweise für eine schlechte Lösung oder befürchten deren Scheitern. Manche fühlen sich im Status quo wohler oder glauben, dass die geplante Veränderung nicht mit den Unternehmenszielen übereinstimmt. Andere lehnen sie ab, weil sie nicht bereit sind, sich mit dem Aufwand oder den neuen Anforderungen auseinanderzusetzen. Häufig steckt auch die Angst dahinter, Kontrolle, Einfluss oder Status zu verlieren – oder stärker in die Verantwortung genommen zu werden. Unstimmigkeiten zwischen Projektzielen und individuellen Anreizen Forschungen zeigen, dass Probleme im Projektmanagement rund um Veränderungen häufig zu Widerstand bei Führungskräften führen. Dazu zählen etwa das zu hohe Tempo der Veränderung, unklare oder fehlende Kennzahlen, Bewertungsmetriken, die nicht zu Beförderungskriterien passen, sowie Unstimmigkeiten bei Gehalt, Bonusmodellen oder persönlichen Anreizen. Wenn diese Rahmenbedingungen nicht stimmen oder völlig fehlen, wirkt Veränderung auf Führungskräfte wenig attraktiv. Geringes Vertrauen in die eigene Fähigkeit, den menschlichen Aspekt von Veränderung zu managen Führungskräfte wehren sich oft gegen Veränderungen, weil sie nicht an ihre Fähigkeit glauben, diesen Wandel aktiv zu gestalten und im Team zu begleiten. Manche zweifeln daran, ob sie in der Lage sind, Verantwortung für den Veränderungsprozess zu übernehmen. Häufig fehlt es an konkreten Fähigkeiten, um mit Widerständen im Team umzugehen oder herausfordernde Botschaften wirksam zu vermitteln. Wie Menschen Veränderungen ablehnen Woran erkennst du, dass in deiner Organisation Widerstand gegen Veränderungen herrscht? Teilnehmende der Prosci-Studie „Managing Resistance to Change“ nannten zahlreiche typische Anzeichen, darunter: Geringe Beteiligung am Veränderungsprozess – zum Beispiel das Abwarten, bis die Veränderung „vorübergeht“, oder der Versuch, sich ganz von ihr ausnehmen zu lassen Offener Ausdruck negativer Emotionen – Beschwerden, Kritik, kleinliche Einwände, Feindseligkeit, Aggression, Wut, Frustration, Ausreden, geringe Motivation, schlechte Einstellung, abwertende Kommentare oder die klare Haltung, dass die Veränderung ohnehin scheitern wird Abwesenheit – das Fernbleiben von Meetings und Projektevents, das Auslassen geplanter Schulungen oder das vollständige Zurückziehen aus der Arbeit Rückfall in alte Gewohnheiten – das Ignorieren neuer Arbeitsweisen oder die bewusste Umgehung neuer Prozesse Sinkende Produktivität – verpasste Fristen, Verzögerungen und ein spürbarer Rückgang der Arbeitsergebnisse Widerstandsmanagement erlernen Widerstand ist eines der größten Hindernisse für erfolgreiche Veränderungen – das bestätigt jede Studie von Prosci. Ihn zu unterschätzen oder zu ignorieren, ist ein häufiger Fehler, der den Widerstand sogar verschärfen kann. Ebenso kritisch ist es, die Sorgen der Betroffenen nicht ernst zu nehmen oder nicht zu verstehen. Das führt häufig zu einer ineffektiven Standardlösung, die individuelle Ursachen übersieht und eine sorgfältige Planung erschwert. Wenn es darum geht, organisatorischen Wandel erfolgreich zu gestalten, sollten Change-Practitioner fünf zentrale Prinzipien aus der Forschung beachten: Veränderungen von Anfang an richtig umsetzen, mit Widerstand rechnen, strukturiert vorgehen, die wahren Ursachen identifizieren und gezielt die richtigen Personen im Umgang mit Widerstand einbinden.

Projekte und Initiativen

Integration von Change Management und Projektmanagement

Projekte und Initiativen

Integration von Change Management und Projektmanagement
Change Management und Projektmanagement leisten beide einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg von Projekten und Initiativen in Organisationen. Werden sie von Beginn an bis zum Projektabschluss integriert, verbinden sich die menschliche und die technische Seite von Change – und genau so stellen wir sicher, dass Veränderungen ihren vollen Nutzen für die Organisation entfalten. Ein einheitliches Wertversprechen Das Unified Value Proposition-Modell von Prosci verdeutlicht, dass Projektmanagement und Change Management komplementäre Disziplinen mit einer gemeinsamen Erfolgsdefinition sind: das Erreichen oder Übertreffen der Projektziele und die Realisierung des organisatorischen Nutzens. Die technische Seite der Veränderung konzentriert sich auf den Entwurf, die Entwicklung und die Bereitstellung der Lösung, die ein Problem löst oder eine Chance nutzt. Die Disziplin des Projektmanagements bietet die Struktur, die Prozesse und die Werkzeuge, um dies zu ermöglichen. Die menschliche Seite der Veränderung konzentriert sich auf die Einbindung der von der Lösung betroffenen Personen und auf deren Unterstützung bei der Übernahme und Nutzung der Veränderung in ihrer täglichen Arbeit. Die Disziplin des Änderungsmanagements bietet die Struktur, die Prozesse und die Werkzeuge, um dieses Ergebnis zu erreichen. Das Einheitliche Wertversprechen von Prosci: Eine hilfreiche Analogie zum Verständnis der Unified Value Proposition ist die Betrachtung von zwei verschiedenfarbigen Seilsträngen. Der eine Strang steht für die technische Seite einer Veränderung, der andere Strang für die menschliche Seite der Veränderung. Wenn Sie die beiden Stränge miteinander verflechten, erhalten Sie ein stärkeres Seil. Ähnlich verhält es sich, wenn die Personen, die sich mit der technischen und der menschlichen Seite der Veränderung befassen, zusammenarbeiten, um die Veränderung erfolgreicher zu gestalten. Wie Integration Wert schafft Die Benchmarking-Studie von Prosci zeigt, dass 47 % der Teilnehmer, die Projektmanagement und Change Management integriert haben, berichteten, dass sie die Projektziele erreicht oder übertroffen haben, das sind 17 % mehr als diejenigen, die keine Integration vorgenommen haben. Die Integration von Change Management und Projektmanagement steigert den Erfolg von Veränderungsprozessen, indem sie vier zentrale Wirkfaktoren stärkt: Gemeinsames Zielverständnis schaffen Durch die enge Verzahnung beider Disziplinen richten sich alle Aktivitäten auf ein übergeordnetes Ziel aus: die Leistungsfähigkeit der Organisation zu verbessern – durch die erfolgreiche Umsetzung von Veränderungen, die die gewünschten Ergebnisse liefern. Proaktives Handeln ermöglichen Wenn Change Management systematisch in die Projektplanung eingebunden wird, lassen sich Risiken frühzeitig erkennen und minimieren. Mögliche Widerstände werden antizipiert, Hindernisse abgebaut – so entstehen Akzeptanz und aktives Engagement für die Veränderung. Bessere Taktung und Abstimmung Die Integration technischer und menschlicher Maßnahmen stellt sicher, dass zur richtigen Zeit im Projektverlauf die richtigen Schritte gesetzt werden. Mitarbeitende werden so gezielt befähigt, Veränderungen mitzutragen und umzusetzen. Klarer Informationsfluss Ein integrierter Ansatz fördert den Austausch zwischen Projekt- und Veränderungsteams – von Anfang an. Betroffene erhalten frühzeitig relevante Informationen über den Nutzen und die Notwendigkeit der Veränderung. Im weiteren Verlauf wird sichergestellt, dass das Projektteam Rückmeldungen zur tatsächlichen Akzeptanz und Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen erhält. 5 Dimensionen der Integration von Change Management und Projektmanagement Die Forschung von Prosci zeigt fünf Dimensionen auf, die bei der Integration von Change Management und Projektmanagement berücksichtigt werden sollten: 1. Menschen 2. Prozesse 3. Tools 4. Methoden 5. Ergebnisse und Resultate Dimension 1: Menschen Die personelle Dimension der Integration beschäftigt sich mit der Frage, wer konkret für Change Management und Projektmanagement verantwortlich ist – und wie diese Rollen im Team strukturell verankert sind. Dieses Zusammenspiel wird oft als Governance-Modell bezeichnet. Laut der Prosci-Studie „Best Practices in Change Management“ verfügten 69 % der Befragten über spezialisierte Change-Management-Ressourcen für das jeweilige Projekt. Grundsätzlich gibt es zwei typische Teamstrukturen: Teamstruktur A: Change Management ist Teil des Projektteams. Teamstruktur B: Change Management unterstützt das Projektteam von außen. In den Prosci-Benchmarkdaten nutzten 33 % der Teilnehmenden Teamstruktur A. Wichtig: Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“ bei der Wahl der Teamstruktur – jede Variante bringt eigene Vorteile und Herausforderungen mit sich, auf die man vorbereitet sein sollte. Wenn Change Management innerhalb des Projektteams verankert ist (Teamstruktur A), fördert das eine engere Abstimmung, transparenten Informationsfluss und gemeinsame Verantwortung. Dies erleichtert ein integriertes Vorgehen, stärkt die Zusammenarbeit und schafft direkte Feedbackschleifen zwischen Projektteam und betroffenen Gruppen. Bei einer externen Verankerung (Teamstruktur B) bleibt das Change Management neutral und kann einen unabhängigen Blickwinkel einbringen. Es ermöglicht zudem eine klare Fokussierung auf Veränderungsthemen und bietet oft direkteren Zugang zu den Entscheidungsträgern im Unternehmen. Welche Struktur gewählt wird, hängt meist von Projekttyp und den internen Standards der Organisation ab. Oft steht die Teamstruktur bereits fest, bevor die Change-Ressourcen benannt werden – und viele Change-Verantwortliche haben wenig Einfluss darauf. Trotzdem gibt es stets Möglichkeiten, um die Zusammenarbeit und Integration der Rollen effektiv zu gestalten – unabhängig davon, wie die formale Struktur aussieht. Aktionsschritte für die Integration von Personen und Rollen Stellen Sie sicher, dass Sie Zugang zum Sponsor haben Unabhängig von der verwendeten Teamstruktur ist es wichtig, dass der Change Practitioner Zugang zum Hauptsponsor der Veränderung hat. Die Untersuchungen von Prosci zeigen, dass es eine starke Korrelation zwischen dem Zugang zum Sponsor und dem Erreichen bzw. Übertreffen der Ziele gibt. Einundsiebzig Prozent der Teilnehmer, die angaben, angemessenen oder mehr als angemessenen Zugang zu ihren Sponsoren zu haben, erreichten oder übertrafen die Projektziele. Im Gegensatz dazu erreichten oder übertrafen nur 21 % der Teilnehmer mit wenig oder gar keinem Zugang die Ziele. Legen Sie Rollen, Verantwortlichkeiten und Beziehungen klar fest Indem Sie klar definieren und vereinbaren, wer was tut - insbesondere, wenn es um die Rollen des Projektmanagers und des Change Practitioners sowie um Bereiche mit Überschneidungen geht -, schaffen Sie gemeinsame Erwartungen und verringern das Potenzial für Rollenkonflikte. Die Aufrechterhaltung von Transparenz und der Zugang zu Informationen fördern auch die Arbeitsbeziehungen. Seien Sie präsent und involviert Stellen Sie als Change Management-Ressource im Projekt sicher, dass Sie über die Projektaktivitäten Bescheid wissen und daran beteiligt sind, so dass Sie ein gutes Verständnis dafür haben, wie die Lösung entworfen, entwickelt und eingesetzt wird, und sich daran beteiligen können. Dimension 2: Prozess Die Prozessdimension befasst sich damit, wie die Phasen, Stufen und Aktivitäten des Projektmanagements und des Änderungsmanagements während des Projektlebenszyklus zusammenkommen. Die Integration der Prozessdimension ermöglicht es diesen sich ergänzenden Disziplinen, Informationen effektiver auszutauschen, die Arbeit in eine bestimmte Reihenfolge zu bringen und die Zeitplanung und die gewünschten Ergebnisse für die Meilensteine des Projekts aufeinander abzustimmen. Die nachstehende Abbildung veranschaulicht auf einer hohen Ebene die Ausrichtung der Projektmanagementphasen für eine sequenzielle Änderung und den Prosci 3-Phasen-Prozess für Change Management. Die Abbildung zeigt auch, wie wir ADKAR-Meilensteine an Projektmanagement-Meilensteinen ausrichten. Beispielsweise richten wir die Fähigkeit der Mitglieder der betroffenen Gruppen auf das Go Live-Meilensteindatum aus. Die Chance auf eine erfolgreiche Integration von Change Management und Projektmanagement steigt deutlich, wenn mit den Change-Aktivitäten frühzeitig begonnen wird – idealerweise schon in der Initiierungsphase des Projekts. Je früher das Change Management eingebunden ist, desto besser gelingt die Abstimmung auf Projektmeilensteine, die Koordination der Abläufe und der Informationsfluss zwischen den Beteiligten. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist ein strukturierter, prozessgesteuerter Change-Ansatz mit klar definierten Ergebnissen und Zielmarken. Ohne solche konkreten Vorgaben fällt es schwer, Change Management sinnvoll und wirksam in den Projektverlauf zu integrieren. Aktionsschritte für die Integration von Prozessen Gehen Sie strukturiert vor Je strikter, prozessorientierter und meilensteinorientierter Ihr Änderungsmanagement-Ansatz ist, desto leichter lässt er sich in den Projektmanagement-Ansatz integrieren. Definieren Sie Ihre Leistungen Je mehr Sie als Change Management-Ressource die Change Management-Arbeit in spezifischen Leistungen erfassen können, desto effektiver können Sie Ihre Arbeit in den Projektmanagement-Ansatz integrieren. Ermitteln Sie aktiv Schlüsselzeitpunkte für die Integration von Aktivitäten Während des gesamten Projektlebenszyklus gibt es Zeiten, in denen die Integration von Aktivitäten für den Erfolg einer Veränderung entscheidend ist, z. B. bei Projektmeilensteinen. Beispiele für Meilensteine sind Projektstart, Lösungstests, Beginn der Schulung, Go-Live und Ergebnisse. Für einige Projektmeilensteine gibt es zugehörige ADKAR-Meilensteine, die erfüllt werden müssen, um den Erfolg der Änderung sicherzustellen. Beispielsweise sollten sich die Mitglieder der betroffenen Gruppen der Notwendigkeit einer Veränderung bewusst sein und den Wunsch haben, sich an der Veränderung zu beteiligen und sie zu unterstützen, was eine Voraussetzung für die Teilnahme an der Schulung ist. Folglich müssen die K- und A-Elemente von ADKAR vor dem Meilensteindatum für den Beginn der Schulung vorhanden sein. Dimension 3: Tools Die Dimension „Tools“ konzentriert sich darauf, Chancen zur Integration spezifischer Werkzeuge und zugehöriger Leistungen zu erkennen, die sowohl aus dem Change Management als auch aus dem Projektmanagement stammen. Kommunikationspläne und Risikobewertungen sind beispielsweise Tools, die in beiden Disziplinen oft eingesetzt werden. Die gemeinsame Nutzung solcher Tools eröffnet Möglichkeiten zur besseren Zusammenarbeit, vermeidet Doppelarbeit und stärkt das gegenseitige Verständnis. Die folgende Tabelle zeigt, welche Instrumente am häufigsten integriert wurden. Kommunikationspläne liegen mit 91 % an der Spitze, gefolgt von Projektplänen (81 %) und Schulungsplänen (79 %). Aktionsschritte für die Integration von Tools Identifizieren Sie Tools, die sich für eine Integration eignen Unsere Untersuchung zeigt, dass Kommunikationspläne, Schulungspläne, Stakeholder-Analysen, Auswirkungsanalysen, Risikobewertungen und Lessons Learned zu den gängigsten Tools gehören. Diese typischen Projektmanagement-Instrumente lassen sich so anpassen, dass sie auch die Perspektive des Change Managements berücksichtigen. Nutzen Sie, was das Projektteam bereits erarbeitet hat Es wäre unklug, das Projektteam vor den Kopf zu stoßen, indem man dessen Kommunikationsplan als „bloßen Erzählplan“ abwertet, der die entscheidenden Fragen der Betroffenen nicht beantwortet: Warum die Veränderung? Warum jetzt? Was passiert, wenn wir es nicht tun? Welche Auswirkungen hat es auf mich? Was habe ich davon? Erklären Sie stattdessen, wie die Beantwortung dieser Fragen dem Projekt zugutekommt, und zeigen Sie auf, wie der Kommunikationsplan so angepasst werden kann, dass er die Bedürfnisse sowohl der Betroffenen als auch des Projektteams erfüllt. Sorgen Sie für klare Verantwortlichkeiten Bei der Integration der Tools besteht die Gefahr, dass Projekt- und Change Manager ungewollt Verantwortlichkeiten aus der Hand geben. Klären Sie deshalb bei der Integration, welche Rolle für welches Tool zuständig ist. Dimension 4: Methoden Während die Integration entlang der Dimensionen Menschen, Prozesse und Werkzeuge auf Projektebene erfolgt, findet die Integration der Methoden auf Organisationsebene statt. Hier geht es darum, einen einheitlichen Ansatz für die Projektdurchführung zu entwickeln, indem die Methoden des Projekt- und Change Managements klug miteinander kombiniert werden. Die Integration der Methoden umfasst Entscheidungen darüber, wann und wie die Methoden zusammenwirken und wo sie voneinander abweichen dürfen. Oft ist eine integrierte Methodik Teil einer größeren Strategie, um Change Management unternehmensweit zu verankern – ein Ansatz, den Prosci als Enterprise Change Management bezeichnet Aktionsschritte für die Integration von Methoden Wählen Sie eine gemeinsame Change-Management-Methodik Bevor Sie auf methodischer Ebene integrieren können, brauchen Sie eine Standardmethodik für Change Management in der Organisation. Berücksichtigen Sie mögliche Kompromisse Bei der methodischen Integration besteht das Risiko, dass die Flexibilität des Change Managements verloren geht. Planen Sie dieses Risiko mit ein und gestalten Sie die Methodik so, dass sie beweglich bleibt. Begleiten Sie die Einführung einer integrierten Methodik Viele Projektmanager haben bisher vielleicht wenig Berührungspunkte mit Change Management oder waren mit ihrer bisherigen Projektmanagement-Methodik sehr erfolgreich. Stellen Sie sicher, dass Change Management auch in der neuen Methodik praxisnah umgesetzt wird Dimension 5: Ergebnisse und Wirkungen Bei der Integration in dieser Dimension wird anerkannt, dass Projekt- und Change Management sich gegenseitig ergänzen und eine gemeinsame Erfolgsdefinition teilen. Letztlich zielen beide darauf ab, die Leistungsfähigkeit der Organisation zu steigern, indem sie den Nutzen von Veränderungen sichern. Im Zentrum steht hier, eine gemeinsame Definition der erwarteten Ergebnisse festzulegen – und zu klären, welchen Beitrag jede Disziplin dazu leistet. In gewisser Weise bildet diese Dimension die Grundlage für die Integration: Wenn wir uns einig sind, was wir erreichen wollen, lassen sich viele andere Aspekte leichter zusammenführen. Statt eines „Wir gegen die“-Denkens entsteht hier der Nährboden für echten Teamgeist. Aktionsschritte für die Integration von Ergebnissen und Wirkungen Erfolg für Change- und Projektmanagement definieren Das Projektteam muss auf Ergebnisse in beiden Disziplinen hinarbeiten. Wer nur den Go-Live-Termin im Blick hat, wird Integration nicht erfolgreich umsetzen. Auch Change Management sollte Erfolg nicht nur an durchgeführten Maßnahmen (z. B. Anzahl geschulter Mitarbeitender) messen, sondern an den tatsächlich erreichten Ergebnissen. Akzeptanz bei Projektleitern und Teams gewinnen Die Unterstützung des Projektteams ist entscheidend. Oft fehlt Projektleitern das Bewusstsein für den Wert von Change Management, oder sie sehen es als Kostentreiber. Change-Management-Experten sollten deshalb erklären, wie viel Prozent des Projekterfolgs von der Akzeptanz und Nutzung der Veränderung durch die Mitarbeitenden abhängen – der sogenannte „menschliche Anteil am ROI“ – und wie Change Management hilft, diesen Anteil zu realisieren. Projektziele erreichen und nachhaltig sichern Projekte haben deutlich bessere Erfolgschancen, wenn Projekt- und Change Management Hand in Hand arbeiten. Ein integrierter Ansatz stärkt die gemeinsame Erfolgsorientierung, verbessert die Abstimmung und reduziert Doppelarbeit – unter anderem durch die Nutzung gemeinsamer Tools.
Change Management und Projektmanagement: Ein Vergleich

Projekte und Initiativen

Change Management und Projektmanagement: Ein Vergleich
Die Disziplinen Change Management und Projektmanagement sind beide unverzichtbar, wenn es darum geht, Projekte oder Initiativen erfolgreich umzusetzen. Jede Disziplin bringt eine wichtige Struktur mit: Change Management kümmert sich um die menschliche Seite der Veränderung, Projektmanagement um die technische Umsetzung. Erst das Zusammenspiel beider Disziplinen schafft ein starkes Wertangebot, das die Grundlage für eine taktische Integration bildet und den Erfolg auf allen Ebenen eines Projekts steigert – von der Technik bis zum Menschen. Change Management für Projektmanager Je nach Rolle kann die Bedeutung von Change Management variieren. Projektmanager verstehen darunter meist die Steuerung veränderter Ressourcen, Prozesse und Teams innerhalb eines Projekts. Andere sehen es eher als Änderungssteuerung oder als Verwaltung von Anpassungen am Projekt selbst. Bei Prosci verstehen wir unter Change Management die Anwendung eines strukturierten Prozesses und passender Werkzeuge, um die menschliche Seite von Veränderungen erfolgreich zu gestalten und so gewünschte Ergebnisse zu erreichen. Auch die Projektdurchführung hat sich weiterentwickelt und umfasst heute eine Vielzahl iterativer Ansätze für das Lösungsdesign und die Entwicklung – beispielsweise agile Methoden, insbesondere in Technologieprojekten. Unabhängig vom gewählten Ansatz lässt sich Change Management so anpassen, dass es mit sequenziellen, iterativen oder hybriden Modellen bei der Konzeption, Entwicklung und Umsetzung von Lösungen optimal zusammenspielt. Change Management und Projektmanagement im Vergleich In den folgenden Abschnitten werden Change Management und Projektmanagement gegenübergestellt und ihre Gemeinsamkeiten verglichen – unter anderem in den Bereichen Fokus, Definition, Zielsetzung, Prozess, Tools, Skalierungsfaktoren, Erfolgsmessung und beteiligte Fachrollen. Auch wenn diese Gegenüberstellung die Unterschiede beider Disziplinen verdeutlicht, ist es noch wichtiger, sich bewusst zu machen: Change Management und Projektmanagement sind komplementäre Disziplinen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen – die erfolgreiche Umsetzung von Veränderungen. Definitionen Change Management - die Anwendung eines strukturierten Prozesses und von Instrumenten zur Führung der Menschen bei Veränderungen, um ein gewünschtes Ergebnis (z. B. ROI) in einem Projekt zu erreichen. Projektmanagement - die Anwendung spezifischer Kenntnisse, Fähigkeiten, Werkzeuge und Techniken, um für Menschen etwas Wertvolles zu schaffen (Quelle: Project Management Institute) Absicht Change Management - Sicherstellen, dass die betroffenen Mitarbeiter die mit der Veränderung verbundene Lösung annehmen und nutzen Projektmanagement - um sicherzustellen, dass die Lösung effektiv konzipiert, entwickelt und umgesetzt wird Schwerpunkt Change Management - Mitarbeiter und Interessengruppen, die von einer Projektlösung oder -initiative betroffen sind (diejenigen, die die Änderung annehmen und nutzen müssen) Projektmanagement - Aufgaben und Aktivitäten, die zur Erstellung und Umsetzung der technischen Lösung im Zusammenhang mit einer Änderung erforderlich sind Skalierungs-Faktoren Change Management - Merkmale der Änderung, Eigenschaften der betroffenen Organisationen und Grad der erforderlichen "menschlichen Veränderung". Projektmanagement - Komplexität und Ausmaß der mit dem Projekt oder der Initiative verbundenen technischen Änderung Prozess Change Management Phase 1 - Vorbereiten des Ansatzes Phase 2 - Verwalten der Veränderung Phase 3 - Ergebnisse sichern (Quelle: Prosci 3-Phasen-Prozess) Projektmanagement/Lösungsentwicklung "Domains" Leistung der Stakeholder Team-Leistung Entwicklungsansatz und Lebenszyklusleistung Planungsleistung Leistung der Projektarbeit Lieferleistung Messleistung Leistung bei Ungewissheit (Quelle: PMBOK Guide®, 7. Ausgabe) Werkzeuge Change Management ADKAR-Modell Bewertung der Bereitschaft Risikobewertung Folgenabschätzung Bewertung des Projektzustands Change Management Plan: Kommunikationsplan Ausbildungsplan Sponsor-Plan Plan für Personalmanager Plan für das Widerstandsmanagement Projektleitung Beschreibung der Arbeit Projekt-Charta Business Case Projektstrukturplan und/oder Projekt-Backlog Meilensteinplan (z. B. Gantt-Diagramm oder Sprint-Release-Planung) Budget-Schätzungen Ressourcenzuweisung Nachverfolgung (z. B. Burndown-Diagramm, Kanban-Tafel) Erfolgsmessung Change Management - die Messung konzentriert sich auf die Elemente der menschlichen Seite des Wandels, einschließlich: Geschwindigkeit der Annahme durch die betroffenen Mitarbeiter Endgültige Nutzung durch die betroffenen Mitarbeiter Kompetenz der betroffenen Mitarbeiter Erzielung von Ergebnissen und Resultaten* *Da die Ergebnisse und Resultate davon abhängen, dass der Einzelne die Veränderung annimmt (d. h. der von den Mitarbeitern abhängige Beitrag zum ROI), ist dies ein Hauptschwerpunkt. Projektmanagement - die Messung konzentriert sich in erster Linie auf die technische Seite der Veränderungselemente: Pünktlich Einhaltung des Budgets Erfüllen der technischen Anforderungen Erzielung von Ergebnissen und Resultaten* *In einigen Fällen werden Projekte zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme oder des Starts als erfolgreich angesehen, obwohl der organisatorische Nutzen zu diesem Zeitpunkt möglicherweise noch nicht realisiert ist. Wer praktiziert Change Management - erfordert ein koordiniertes System der Unterstützung im gesamten Unternehmen, nicht nur von den Fachleuten für Change Management: Führungskräfte und leitende Angestellte, die den Wandel unterstützen Personalmanager und Vorgesetzte, die ihre direkten Mitarbeiter während der Veränderung betreuen und unterstützen Projektmanagement - wird in der Regel von einem Projektmanager und einem Projektteam durchgeführt, das einem bestimmten Projekt oder einer Initiative zugewiesen ist: Projektmanager, die die Aufgaben, Aktivitäten und Ressourcen verwalten, um die technische Seite des Projekts durchzuführen Das Projektteam besteht aus Fachleuten und Vertretern der Organisation. Projektmanagement und Change Management Projektmanagement und Change Management leisten jeweils einen entscheidenden Beitrag zu erfolgreichem Change. Auch wenn sich ihre Schwerpunkte und Herangehensweisen unterscheiden, sind beide Disziplinen unverzichtbar, um Projekte und Mitarbeitende vom aktuellen Übergangszustand in den gewünschten Zielzustand zu führen. Zu verstehen, wie diese beiden Bereiche zusammenwirken, ist der erste Schritt, um ein einheitliches Wertversprechen zu schaffen und eine möglichst starke Basis für Ihre Veränderungsinitiativen zu legen.

Unternehmen

Agile Organisationen in der Ära der Künstlichen Intelligenz

Unternehmen

Agile Organisationen in der Ära der Künstlichen Intelligenz
Der Wandel vollzieht sich heute schneller denn je – und Künstliche Intelligenz treibt diese Dynamik rasant voran. Seit über zwei Jahrzehnten erforscht Prosci, was Organisationen wirklich agil macht: die Fähigkeit, Veränderungen frühzeitig zu erkennen, sich flexibel anzupassen und auch in unsicheren Zeiten erfolgreich zu bleiben. Bereits 2016 identifizierte Prosci in seiner Forschung zehn zentrale Merkmale, die agile Organisationen von weniger reaktionsfähigen unterscheiden. Heute – in einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz ganze Branchen verändert – sind diese Merkmale nicht etwa überholt, sondern relevanter und wirkungsvoller denn je. KI beschleunigt nicht nur Abläufe – sie verändert auch, wie Entscheidungen getroffen und wie Zusammenarbeit gestaltet wird. Organisationen sind gefordert, ihr Verständnis von Veränderungsfähigkeit grundlegend zu überdenken. Die eigentliche Frage lautet nicht mehr, ob Ihr Unternehmen im Zeitalter der KI agil sein muss, sondern: Sind Sie bereit, KI gezielt zu nutzen, um Ihre Agilität auf das nächste Level zu heben? Die Entwicklung organisatorischer Agilität Als Prosci im Jahr 2016 erstmals eine Studie zur organisatorischen Agilität als strategischem Erfolgsfaktor veröffentlichte, lag der Fokus auf dem Aufbau von Fähigkeiten, die Unternehmen helfen sollten, sich in einer zunehmend komplexen und dynamischen Geschäftswelt zurechtzufinden. Die zehn Attribute, die damals als Kennzeichen agiler Organisationen identifiziert wurden, sind heute relevanter denn je: Wir antizipieren Veränderungen und planen vorausschauend. Wir treffen Entscheidungen schnell und fundiert. Wir setzen klare Prioritäten und steuern unser Veränderungsportfolio effektiv. Wir initiieren Veränderungen zielgerichtet und mit Struktur. Wir verfügen über ausgereifte Risikomanagementprozesse. Unsere Strategien im Bereich Human Capital fördern Agilität aktiv. Wir entwickeln und implementieren neue Kompetenzen mit hoher Geschwindigkeit. Wir fördern bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Wir haben Silostrukturen konsequent abgebaut. Change Management ist bei uns fest in der Organisation verankert. Doch mit dem Aufkommen von Künstlicher Intelligenz hat sich die Bedeutung jedes einzelnen dieser Attribute verändert – und ihre Umsetzung in der Praxis wurde tiefgreifend transformiert. Im Folgenden zeigen wir, wie sich jedes dieser Merkmale weiterentwickelt hat – und was Organisationen heute brauchen, um im KI-Zeitalter wirklich agil zu sein. Zehn Agilitätsfaktoren im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz 1. Von der Planung zur Vorausschau: Wie KI die Antizipation von Veränderungen neu definiert Die Fähigkeit, Veränderungen frühzeitig zu erkennen, war schon immer eine Herausforderung – doch Künstliche Intelligenz hat die Art und Weise, wie Unternehmen in die Zukunft blicken, grundlegend verändert. KI-gestützte Analysen ermöglichen es Führungskräften, aufkommende Trends zu identifizieren, Zukunftsszenarien durchzuspielen und potenzielle Disruptionen mit bislang unerreichter Präzision vorherzusagen. Gleichzeitig entstehen neue Risiken: etwa ein zu großes Vertrauen in algorithmische Vorhersagen oder Verzerrungen in den zugrunde liegenden Datenmodellen. Die agilsten Unternehmen kombinieren daher technologische Vorausschau mit menschlicher Erfahrung und Intuition – und schaffen so die Voraussetzung, nicht nur auf Wandel zu reagieren, sondern ihn aktiv mitzugestalten. 2. Von schneller Entscheidungsfindung zu KI-gestützter Geschwindigkeit mit menschlichem Urteilsvermögen Schnelligkeit bleibt ein entscheidender Erfolgsfaktor – doch Künstliche Intelligenz eröffnet neue Dimensionen. Durch die Fähigkeit, Daten in Echtzeit zu analysieren und automatisierte Empfehlungen abzuleiten, erweitert KI den Rahmen menschlicher Entscheidungsfindung deutlich. Die eigentliche Herausforderung liegt heute nicht in der Geschwindigkeit, sondern im bewussten Zusammenspiel von Mensch und Maschine: Wann ist es sinnvoll, auf KI-basierte Empfehlungen zu vertrauen – und wann braucht es menschliches Urteilsvermögen, etwa aus ethischen, kulturellen oder strategischen Gründen? Agilität in der KI-Ära bedeutet, klare Entscheidungslogiken und Rollenverteilungen zu definieren: Wo kann automatisiert werden, wo ergänzt KI den Menschen – und wo ist die menschliche Intuition unverzichtbar? Wer diese Balance meistert, handelt nicht nur schnell, sondern verantwortungsvoll. 3. Von klassischem Portfoliomanagement zur KI-gestützten Priorisierung mit Kontext Die Priorisierung und Steuerung von Veränderungsportfolios ist in komplexen Organisationen eine anspruchsvolle Aufgabe – vor allem, wenn viele Initiativen gleichzeitig laufen. Künstliche Intelligenz kann hier enorme Unterstützung bieten: Sie analysiert große Datenmengen, bewertet Risiken, prognostiziert den ROI und empfiehlt in Echtzeit optimale Priorisierungsstrategien. So lassen sich verborgene Abhängigkeiten erkennen und komplexe Entscheidungsprozesse deutlich vereinfachen. Doch diese Effizienz hat Grenzen: KI neigt dazu, rein datenbasiert zu entscheiden – und vernachlässigt dabei mitunter weiche, aber entscheidende Faktoren wie die Veränderungsbereitschaft der Mitarbeitenden oder kulturelle Spannungen. Erfolgreiche Unternehmen setzen deshalb auf eine KI-gestützte Portfoliooptimierung, die beides berücksichtigt: objektive Datenerkenntnisse und menschliches Verständnis für den organisationalen Kontext. So entsteht eine Priorisierung, die nicht nur smart, sondern auch tragfähig ist. 4. Von der gezielten Veränderungsinitiative zur KI-gestützten Strategie und Umsetzung KI beschleunigt die Umsetzung von Veränderungen, indem sie Widerstände frühzeitig erkennt, Kommunikationsstrategien optimiert und Engagementpläne individuell anpasst. Sie kann datengestützte Veränderungsfahrpläne sowie automatisierte Umsetzungspläne bereitstellen. Was sie jedoch nicht ersetzen kann, sind emotionale Intelligenz und Vertrauen – beides Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Veränderung. Die agilsten Unternehmen nutzen KI gezielt, um Veränderungsprozesse effizienter zu gestalten – ohne dabei die menschlichen Elemente aus dem Blick zu verlieren, die echte Transformation ermöglichen. 5. Vom verbesserten Risikomanagement zur KI-gestützten prädiktiven Risikominderung KI hat das Risikomanagement revolutioniert, indem sie kontinuierlich nach Anomalien sucht, potenzielle Ausfälle vorhersagt und automatische Reaktionsmechanismen bereitstellt. Sie erkennt finanzielle Risiken, Cyberbedrohungen und operative Schwachstellen schneller und präziser als menschliche Analysten allein. Doch KI bringt auch neue Risiken mit sich – etwa algorithmische Verzerrungen, Modellabweichungen oder ethische Fragestellungen. Agile Unternehmen begegnen diesen Herausforderungen mit klaren Governance-Rahmenwerken, die den Einsatz von KI im Risikomanagement steuern und gleichzeitig eine zu große Abhängigkeit von automatisierten Modellen vermeiden. 6. Von agilitätsfördernden Humankapitalstrategien zur KI-gestützten Personalentwicklung Im Zeitalter der KI bedeutet Workforce Agility mehr als nur Umschulung – es geht auch darum, die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine neu zu denken. KI verändert Aufgabenprofile, automatisiert repetitive Tätigkeiten und schafft Freiräume für strategischere, höherwertige Arbeit. Unternehmen, die in KI-gestütztes Lernen, personalisierte Weiterbildungsangebote und gezielte Mensch-KI-Kollaborationen investieren, entwickeln Belegschaften, die nicht nur mit, sondern durch KI wachsen. Die agilsten Organisationen sehen KI dabei nicht als Ersatz, sondern als Verstärker menschlicher Fähigkeiten, der Innovation und Produktivität gezielt fördert. 7. Von schneller Kompetenzentwicklung zu KI-beschleunigter Innovation und Iteration KI beschleunigt Innovation, indem sie Forschung und Entwicklung optimiert, Produktzyklen automatisiert und technische Prozesse durch intelligente Systeme verbessert. Unternehmen können Chancen schneller erkennen, Abläufe effizienter gestalten und die Markteinführung neuer Lösungen deutlich verkürzen. Doch diese Geschwindigkeit birgt auch Risiken – etwa Sicherheitslücken, ethische Herausforderungen oder Widerstand im Team. Um dem entgegenzuwirken, brauchen Unternehmen verantwortungsvolle Leitlinien für den KI-Einsatz, damit Tempo nicht auf Kosten von Vertrauen, Qualität oder Nachhaltigkeit geht. 8. Von bereichsübergreifender Zusammenarbeit zu KI-gestütztem Wissensaustausch KI-gestützte Kollaborationstools übersetzen Sprachen in Echtzeit, fassen Meetings zusammen und machen relevantes Wissen sofort zugänglich. Sie erkennen Expertise im Unternehmen und vernetzen Mitarbeitende schneller und gezielter mit den richtigen Informationen und Kolleg:innen. Die zentrale Herausforderung liegt darin, sicherzustellen, dass KI die zwischenmenschliche Zusammenarbeit unterstützt – nicht ersetzt. Agile Unternehmen setzen KI gezielt ein, um menschliche Beziehungen und Wissensaustausch zu fördern und zu stärken – nicht, um sie zu automatisieren. 9. Von abgebauten Silos zu KI-vernetzten Ökosystemen KI ermöglicht es Unternehmen, Daten, Teams und Wissen auf völlig neue Weise zu verknüpfen. Sie integriert bislang getrennte Systeme, erkennt verborgene Muster und schafft zentrale Wissensplattformen, die den Austausch über Funktionen und Abteilungen hinweg fördern. Diese intelligenten Verbindungen müssen jedoch verantwortungsvoll gesteuert werden – insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, Transparenz und potenzielle Informationsengpässe. Die agilsten Unternehmen nutzen KI, um einen reibungslosen Wissensfluss zu ermöglichen, ohne dabei die notwendige Governance aus den Augen zu verlieren. 10. Von verankerten Change-Management-Kompetenzen zu KI-gestützter Veränderungsagilität KI verändert grundlegend, wie Unternehmen Veränderungen planen, umsetzen und nachhaltig verankern. KI-gestützte Change-Management-Plattformen prognostizieren Akzeptanzbarrieren, personalisieren die Stakeholder-Einbindung und liefern Adoptionskennzahlen in Echtzeit. Doch Vertrauen, Führungskompetenz und wirkungsvolle Kommunikation bleiben zentrale menschliche Erfolgsfaktoren im Wandel. Agile Unternehmen nutzen KI gezielt, um ihre Change-Management-Strategien zu ergänzen und zu verstärken – nicht, um den Menschen zu ersetzen, sondern um ihn zu befähigen. Der Weg nach vorn: KI als Multiplikator für organisatorische Agilität Mit dem Aufstieg der Künstlichen Intelligenz wächst auch der Bedarf an echter Agilität. Organisationen, die KI gezielt in ihre Strategien integrieren – und dabei menschliche Führung, Urteilsvermögen und Anpassungsfähigkeit konsequent in den Mittelpunkt stellen – werden im Wandel nicht nur bestehen, sondern ihn aktiv gestalten. Basierend auf der Forschung von Prosci und unserer Arbeit mit Kunden weltweit präsentieren wir hier die weiterentwickelten Agilitätsattribute, die Unternehmen im Zeitalter der KI zukunftsfähig machen: Wir antizipieren, planen und modellieren Veränderungen mit KI-gestützter Vorausschau. Wir treffen schnelle Entscheidungen, indem wir KI-gestützte Erkenntnisse mit menschlichem Urteilsvermögen kombinieren. Wir priorisieren und steuern unser Veränderungsportfolio effektiv mithilfe KI-basierter Analytik. Wir initiieren Veränderungen strategisch, gestützt durch KI-gestützte Planung und Umsetzung. Wir verbessern unser Risikomanagement durch prädiktive Überwachung und frühzeitige Erkennung mit KI. Wir entwickeln Personalstrategien, die KI einbinden, um die Anpassungsfähigkeit unserer Belegschaft zu stärken. Wir bauen neue Fähigkeiten schnell auf, indem wir KI als Treiber für Innovation und kontinuierliche Weiterentwicklung nutzen. Wir fördern unternehmensweite Zusammenarbeit durch KI-gestützte Kommunikation und Wissensvernetzung. Wir haben Silos abgebaut, indem wir KI nutzen, um Daten, Erkenntnisse und Teams intelligent zu verbinden. Wir verfügen über eine fest integrierte, KI-gestützte Change-Management-Funktion, die Veränderungen erfolgreich begleitet und skaliert. Unternehmen, die KI effektiv und mit Agilität einsetzen, werden ihrer Konkurrenz einen entscheidenden Schritt voraus sein. Indem sie die KI-gestützten Agilitätsattribute fest in ihrer organisatorischen DNA verankern, können sie nicht nur mit dem Wandel Schritt halten – sondern ihn aktiv gestalten und vorantreiben. Die entscheidende Frage für Führungskräfte lautet heute nicht mehr, ob KI eingesetzt werden soll, sondern wie: Wie lässt sich KI so integrieren, dass sie die natürliche Agilität des Unternehmens stärkt – und gleichzeitig die menschlichen Faktoren bewahrt, die echte Veränderung möglich machen?

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